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Interview mit Ursula Riegler – Communications Director bei Coca-Cola Hellenic

© EvaKelety

Mitte November trat Ursula Riegler ihre neue Aufgabe bei Coca Cola HBC Austria an, nachdem sie nach über acht Jahren bei McDonalds aufgehört hatte, um eine neue Herausforderung zu suchen. Nun leitet Riegler die Abteilung Unternehmenskommunikation und ist dort als Public Affairs & Communications Director tätig.

Was sich hinter diesem ansprechend klingenden Titel verbirgt, wollten wir von Ursula Riegler wissen, auch wenn sich die Antwort darin natürlich schon befindet. „Ich bin für die gesamte Kommunikation des Unternehmens verantwortlich“, so die prägnante Antwort.
Der größte Schwerpunkt, so Riegler, ist hierbei die interne Kommunikation – sprich das Informieren der Mitarbeiter über Neuigkeiten und wichtigen Informationen. Dies sollte möglichst passieren, bevor externe Stakeholder diese Informationen erhalten, damit die Verbundenheit der Mitarbeiter zum Unternehmen gestärkt wird. Und das ist für Riegler einer der Stärken von Coca Cola HBC Austria.

Image in Österreich

Allerdings fällt auch die externe Kommunikation, also eben jene mit externen Stakeholdern, unter ihren Zuständigkeitsbereich und dort möchte man sich nun verbessern: „Wir möchten viel stärker die lokale Relevanz des Unternehmens aufzeigen. 1000 Mitarbeiter, viele hunderte Millionen Wertschöpfung in Österreich, eine österreichische Abfüllung im Burgenland, unser gesellschaftliches Engagement“. Ziel ist es das Image weiter aufpolieren und die Menschen von dem Glauben wegführen, Coca Cola sei lediglich eine große amerikanische Firma ohne Bezug zu Österreich. Immerhin gehören die tief in Österreich verwurzelten Marken Römerquelle und Cappy ebenfalls zum Portfolio von Coca Cola Hellenic. Man ist „ein starker Player in der österreichischen Wirtschaft. Das ist noch nicht sehr breit bekannt, ist mein Eindruck“ – das soll sich ändern.

Soziales Engagement

Ein wichtiger Punkt der Agenda von Ursula Riegler ist selbstverständlich auch Corporate Social Responsibility (CSR), was heutzutage wohl wichtiger denn je ist. Dabei handelt es sich um die aktive, freiwillige Teilnahme an Projekten die die Umwelt und das soziale Umfeld des Unternehmens stärken sollen, was denn wiederum die Reputation stärkt.

Hier verfolgt man zum Beispiel ein sehr prestigeträchtiges Projekt, welches wieder einen hohen lokalen Bezug aufweist. Bei #youthempowered sollen Jugendliche ohne Ausbildung in 28 Ländern – in Österreich in Partnerschaft mit dem AMS – an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Es geht darum „Perspektiven aufzuzeigen, Ihnen einige wichtige Basis Skills dafür mitzugeben und durch viel persönlichen Kontakt mit Kollegen möglicherweise konkrete Jobideen oder Ausbildungswünsche entstehen zu lassen“, so Riegler. Geplant sind bis zu 3.500 betreute Jugendliche im Jahr 2020.

Zudem ist man bereits Teilnehmer der Initiative Pet2Pet, bei der alte PET-Flaschen recycelt werden und das gewonnen Material bei neuen Flaschen wiederzuverwerten. Dies kann bis zu 45% ausmachen.

Produktinnovationen

Doch nicht nur hier möchte man sein Engagement ausbauen, denn immerhin geht es bei Coca Cola Hellenic vordergründig immer noch um Getränke. Man hat sich einiges für das Jahr 2018 vorgenommen, wie Riegler betont und einige Neuigkeiten auch schon auf den Markt gebracht. „Wir haben heuer zu Jahresbeginn fuzetea eingeführt; unseren neuen, kalorienreduzierten und sehr fruchtigen Eistee“, erklärt die Communications Direktorin. Bei Fanta hat man bereits zwei neue Produkte mit wenig zugesetztem Zucker im Verkauf. In den kommenden Wochen folgt mit Royal Bliss ein Tonic Water und unter dem Schirm von Cappy wird ein Smoothie entwickelt. Auch hier spielt Nachhaltigkeit wieder eine Rolle – CSR gelebt in den Produkten.

Blick in die Zukunft

Als Resümee für das knappe halbe Jahr, das Ursula Riegler nun bei Coca Cola Hellenic angestellt ist, könnte man auch ihre Erwartungen vor dem Engagement hernehmen, nämlich dass „ein junges, sehr innovatives Team ein dynamisches Unternehmen in die nächste Ära führt“. Trotzdem soll man Coca Cola als Unternehmen in Zukunft noch mehr spüren und zusätzlich möchte man ein bestimmtes Gefühl innerhalb der Stakeholder wecken: „Stolz zu sein auf ein so starkes und innovatives Unternehmen mit so viel Österreich in seinen Getränken.“