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Knigge für Bewerber

Begrüßung beim Bewerbungsgespräch

Wien (Culinarius) Höfliche Umgangsformen gehören in den Alltag eines jeden Menschen. Noch heute galt das Buch „Über den Umgang mit Menschen“ von Herrn Knigge aus dem 18. Jahrhundert als Schrift der angewandten Soziologie, in welcher über Taktgefühl, Höflichkeit, generationsübergreifende Kommunikation und Kommunikation in Berufen zu lesen ist. Erst später wurde aus dem Werk ein Katalog für Benimmregeln, welcher vor allem für die Gastronomie relevant wurde.

Knigge im Bewerbungsprozess

Selbst für den Bewerbungsprozess kann man sich viele Dinge aus dem Knigge abschauen. Denn berufliche Etikette und ein guter Auftritt signalisieren Seriosität und Respekt. Schließlich wollen Sie durch und durch Kompetenz ausstrahlen.

Die Knigge Regeln für die Bewerbungsunterlagen bedeuten, dass Sie sich bei Ihren Unterlagen für eine klare Form, die leicht zu Überblicken ist entscheiden. Achten Sie auf eine souveräne Sprache und vermeiden Sie Rechtschreibfehler. Denken Sie immer daran, dass die menschliche Kommunikation vereinfacht werden soll.

Sollten Sie eine Einladung für ein Bewerbungsgespräch erhalten, so antworten Sie so früh wie möglich. Niemand wartet gerne auf eine Bestätigung und schon gar kein Unternehmen, welches sich die Bewerber aussuchen kann. Weniger als 24 Stunden sollten dazwischen liegen, denn ansonsten signalisieren Sie, dass Ihnen der Job nicht wichtig genug ist. Falls Sie direkt angerufen werden, so denken Sie immer daran: Auch ein Lächeln am Telefon wirkt sich unterbewusst auf ihren Tonfall aus. Sie wirken sympathischer und aufgeschlossener.

Vorbereitungen für das Bewerbungsgespräch

Wenn Sie es geschafft haben und der Termin zum Bewerbungsgespräch bevor steht, stellt sich vielen die Frage: Was ziehe ich an? Dies ist abhängig für welche Position Sie sich bewerben. Ein Commis de Cuisine darf sich anders kleiden als ein Chef de Cuisine. Wenn Sie sich auf einen Studentenjob bewerben, wirkt ein Anzug oder ein Kostüm eher als Verkleidung, es sei denn Sie können mit Charme davon überzeugen, dass Sie grundsätzlich nur so das Haus verlassen. Die Kleidung ist abhängig von der Erwartungshaltung ihres zukünftigen Arbeitsfeldes. Ein gepflegtes Hemd oder eine Bluse und saubere Schuhe haben noch niemandem geschadet.

Seien Sie für ihren Termin niemals zu spät, aber auch nicht ungewohnt früh. Zehn Minuten früher erscheinen ist durchaus angebracht, aber wenn Sie früher als eine halbe Stunde dran sind, gehen Sie sich noch kurz die Beine vertreten und schauen Sie noch einmal in Ruhe in ihre Notizen. Denn Sie können nicht wissen, was Sie erwartet und ob Sie nicht vielleicht eher im Weg sind.

Sobald Sie das Gebäude betreten heißt es: Handy ausschalten. Nichts ist peinlicher als ein klingelndes oder vibrierendes Handy während des Vorstellungsgesprächs. Es ist nicht nur äußerst respektlos, es kann Sie außerdem aus ihrem Konzept bringen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wen Sie als erstes Begrüßen sollen, warten Sie bis Ihnen die Hand gereicht wird. Dann können Sie mit angemessenem Händedruck zugreifen. Nichts ist unangenehmer als ein wabbeliger Händedruck.

Sollte Ihnen nach der Begrüßung ein Getränk oder sogar Kekse angeboten werden, nehmen Sie das Angebot an. Es hat viele Vorteile, wenn Sie eine kleine Trinkpause machen können und hilft Ihnen über peinliche Pausen hinweg. Außerdem verschaffen Sie sich kostbare Zeit zum Nachdenken. Allerdings sollten Sie keine Extrawünsche verlangen. Wasser oder Kaffee sind völlig ausreichend, schließlich wollen Sie keine extra Mühen machen. Wenn Sie Kekse angeboten bekommen, sprechen Sie natürlich niemals mit vollem Mund und werden nicht gierig.

Körpersprache beachten

Ein weiterer wichtiger Punkt der Knigge Regeln: die Körpersprache. Sie setzten sich natürlich erst, wenn es Ihnen angeboten wird und dann begeben Sie ihren Körper in eine aufrechte und gerade Position. Halten Sie die Hände ruhig, am besten Sie legen die eine Hand in ihre andere Handfläche. Besonders wichtig ist es außerdem die Beine nicht übereinander zu schlagen. Dies wirkt oftmals sexistisch und ist total out. Die Fußsohlen bleiben übrigens immer auf dem Boden, wo sie hin gehören. Denn nichts ist peinlicher als ein eingetretener Kaugummi. Was glauben Sie wohl worauf sich ihr Interviewpartner konzentriert, wenn er das Kaugummi entdeckt? Bestimmt nicht auf Sie.

Fotocredit: iStock Kritchanut